Freiburger Diskurse:
Es geht um das gute Leben.

Der Verein Freiburger Diskurse wurde Mitte 2018 von Freiburgern* mit dem Ziel gegründet, auf vielfältige Weise eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Dabei wollen wir scheinbar Selbstverständliches in Frage stellen und lieb gewonnene Glaubenssätze überprüfen. Denn allzu oft verbergen sich dahinter bloße Interessen einzelner Gruppen, die sich als Sachzwänge tarnen.

Wir sind überzeugt, dass eine fundierte Meinungsbildung in der Öffentlichkeit für eine Demokratie wesentlich ist. Dazu wollen die Freiburger Diskurse beitragen und gegensätzlliche Positionen ins Gespräch bringen – auf der Suche nach der „Wahrheit“.

Wer steckt dahinter?

  • Heinrich Röder

    Heinrich Röder: „Ich halte es mit Brecht: Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Eine gute Fressordnung ist im demokratischen Prozess zu erringen und zugleich die Basis der Demokratie.“

  • Martina Burger

    Martina Burger: „Wirtschaftliche Fragestellungen müssen von Profis so aufbereitet werden, dass wir alle sie nachvollziehen können – denn es geht uns alle an.“

  • Renate Dohse

    Renate Dohse: „Mit Gleichgesinnten zu diskutieren ist einfach. Die Freiburger Diskurse bringen Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten zusammen. Das macht die Diskussionen erst spannend!“

  • Bernhard Wieland

    Bernhard Wieland: „In Zeiten, in denen renommierte Ökonomen nicht überzeugend erklären können, was der richtige Weg zu einer nachhaltigen Ökonomie ist, müssen wir gründlich fragen und zu den Wurzeln der Probleme vordringen.“

  • Marcus Brian

    Marcus Brian: „Hysterisch geführte Debatten mit scheinbar alternativlosen Positionen gibt es mehr als genug.Ich möchte dem etwas entgegensetzen und den produktiven Dialog pflegen. Wo Argumente wirken und sich Meinung entfalten kann.“

  • Norbert Petersen

    Norbert Petersen: „Jeder ist seines Glückes Schmied? Das setzt voraus, dass die Spieße gleich lang sind. Dies muss kontinuierlich erstritten werden.“

  • Petra Coenders

    Petra Coenders: „Nur im Widerstreit gegensätzlicher Meinungen wird die Wahrheit entdeckt und an den Tag gebracht“ (Claude Adrien Helvetius, franz. Philosoph der Aufklärung, 1715-1771).

  • Günther Hirth

    Günther Hirth: „panta rhei – Wenn wir die Fließrichtung ändern, sind plötzlich Dinge möglich, die vorher undenkbar waren.“

  • Florian Altmann

    Florian Altmann: „Die Freiburger Diskurse geben Meinungsvielfalt Raum. Sie ermöglichen die Bildung einer persönlichen Meinung, die durch die einseitige Darstellung der Politik in unseren Medien nur schwierig zu finden ist.“

  • Fabrice Gourat

    Fabrice Gourat: „Es gibt in Europa zu viele soziale Ungleichheiten. Das möchte ich ändern!“

  • Katrin Gourat

    Katrin Gourat: „Die Zukunft wurzelt im Heute. Deshalb möchte ich heute etwas tun, um die Zukunft zu verbessern.“

Aktuelle Veranstaltung

Auftaktveranstaltung am 13.9. stieß auf große Resonanz

Über 500 Interessierte verfolgten am 13. September den Vortrag von Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt, die auf Einladung von Freibuger Diskurse die wesentlichen Thesen ihres Buches "Gescheiterte Globalisierung" in der Universität Freiburg präsentierten.

Die nächste Veranstaltung von Freiburger Diskurse wird zum Thema Rente sein. Interessiert? Dann senden Sie uns am besten Ihre Kontaktdaten per E-Mail oder via Kontaktformular. Wir werden Sie benachrichtigen, sobald der Termin fest steht.


Reden und Reden!

Dialog ist seit neuestem überall. Alle wollen und sollen reden. Das zivilgesellschaftliche Reden ist der neue soziale Kitt, der alles im Innersten zusammenhalten und die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Gesellschaft abwenden soll.

Reden, um geredet zu haben, um zu sehen, dass der andere auch ganz nett ist und dass das Fremde, zunächst Angstmachende aus der Nähe sympathisch sein kann, ist hilfreich, aber zu wenig.

Auch wir wollen reden. Wir wollen dabei aber ans Eingemachte, an die Ökonomie ran. Denn hier geht es um handfeste Interessen, da jeder ein gutes Stück vom Kuchen haben will.

Wenn am Ende des argumentativen Streites ein Konsens darüber entstünde, wie der Kuchen gerechter verteilt werden könnte, dann wäre dies wunderbar. Das wird wahrscheinlich die Ausnahme sein. Viel wäre schon gewonnen, wenn jeder für sich mehr Klarheit über ökonomische Zusammenhänge gewönne und mit besserem Verständnis die Meldungen, Berichte und Kommentare in den Medien verfolgen und die dargebotenen Argumente beurteilen könnte.

Neben Vorträgen und Podiumsdiskussionen wollen wir eine neue Tagungsform ausprobieren, die gegensätzliche Positionen so präsentiert, dass nicht das talkshowübliche Gezanke und unverständliche Schnellreden dominieren, sondern ein auch für Laien verständliches Ringen um Wahrheit und Gerechtigkeit. Hier finden Sie ein Schaubild, dass das neue Format illustriert.

 

Zum Beispiel China als Bedrohung

Ist es richtig,

dass China unseren Wohlstand und unsere Arbeitsplätze bedroht, weil die Chinesen alles kopieren und billiger produzieren als wir mit unseren hohen Lohnkosten? Und ist es deswegen für Deutschland überlebensnotwendig, dass wir uns chinesischen Löhnen nähern?

Oder ist es richtig,

dass China ein Deutschland Wohlstand bringender Absatzmarkt und Produktelieferant war und ist?  >>>

Was bedroht den Euro?

Ist es richtig,

dass es die zu hohen Staatsschulden sind, die erst die schwachen, dann auch die starken Staaten in den Abgrund ziehen?

Oder ist es richtig,

dass die Schuldenkrise problemlos lösbar ist und die Regeln entscheidend sind, die die Handelsbeziehungen zwischen den Ländern mit unterschiedlicher Produktivität innerhalb der Währungsunion steuern? Regeln, die es noch nicht gibt.
 

Bitte übersetzen!

Wissenschaftler entwickeln eine eigene Sprache, um Sachverhalte und Zusammenhänge besser beschreiben zu können. Diese Fachsprache wird ab einem gewissen Punkt für die breite Öffentlichkeit unverständlich – erst recht, wenn dann auch noch die Mathematik ins Spiel kommt.

Wir können von Wissenschaftlern – nehmen wir zum Beispiel die Ökonomen – erwarten, dass sie ihre Theorien in unsere Umgangssprache rückübersetzen können. Schließlich betrifft es uns alle. So können wir nachfragen und von den Ökonomen Erklärungen einfordern, wenn uns etwas unplausibel erscheint.

Das ist die Zielsetzung der Freiburger Diskurse!

Zum Beispiel Bezahlbare Mieten

Erreiche ich diese,

indem ich immer mehr Bauland ausweise – gemäß dem Grundsatz, dass nur ein erhöhtes Angebot bei gegebener Nachfrage die Preise senken kann?

Oder erreiche ich dies

durch starke Städtische Wohnungsbaugesellschaften mit einem großen Anteil an den Mietwohnungen einer Stadt? Die städtischen Gesellschaften bieten bezahlbaren Wohnraum und wirken für die anderen Wohnraumanbieter als preissetzend.

 

Zum Beispiel Grundeinkommen

Ist es richtig,

dass das Grundeinkommen ein Armengeld ist, das verhindert, dass die Produktivitätsgewinne der nächsten Jahre an alle gerecht verteilt werden?

Oder ist es richtig,

dass das Grundeinkommen ein notwendiges Instrument eines modernen Sozialstaates ist, das die sozial Schwachen vor den Unbill der Globalisierung und der Digitalisierung schützt?
 

Zum Beispiel Staatsschulden

Ist es richtig,

dass eine hohe Staatsverschuldung zur Einschränkung der Leistungsfähigkeit eines Staates, zur Schwächung der Wirtschaft und zur Belastung der zukünftigen Generationen, ja sogar zur Staatspleite führen muss? Ist also Sparen seitens des Staates das Gebot der Stunde, um die Wirtschaft, aber vor allem die zukünftigen Generationen zu entlasten? Und hat die Geschichte nicht gezeigt, welch‘ verheerende Inflation eine ausufernde Staatsverschuldung zur Folge hat.

Oder ist es richtig,

dass Staatsschulden eine andere Qualität haben als private Schulden? >>>

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