Die Sehnsucht nach der schwarzen Null

Wieviel Vernunft steckt im staatlichen Sparen und wieviel in einem italienischen Populisten?

6. Juli 2019, 9 – 17 Uhr | Universität Freiburg – KG I

Jeder hat gerne etwas auf der hohen Kante. Deshalb leuchtet es ein, dass der Staat sparen sollte, statt Schulden zu machen. Was aber, wenn Staatsschulden eine andere Qualität haben als private Schulden? Wenn diese Schulden in der eigenen Währung nie zurückgezahlt werden müssen, sie aber jederzeit zurückgezahlt werden könnten? Was, wenn ein sparender Staat seiner Verantwortung für zukünftige Generationen nicht nachkommt, weil er die Infrastruktur verkommen lässt und Investitionen in Bildung vernachlässigt?

Am 6. Juli 2019 wollen wir genau diese Fragen diskutieren. Wir versprechen Ihnen überraschende Einsichten. Sie werden Geld als Steuerungsmittel des Staates kennenlernen – ein Instrument des Staates, das unseren Demokratien neue Optionen eröffnet. Als Basis hierfür werden Dr. Günther Grunert und Dr. Dirk Ehnts die Grundlagen der Staatsfinanzierung erläutern und dabei unter anderem zeigen, wie ein staatliches Haushaltsdefizit mit dem Vermögenszuwachs im nichtstaatlichen Sektor zusammenhängt.

Dr. Günther Grunert ist Sozioökonom und Sozialwissenschaftler. Er unterrichtet an berufsbildenden Schulen und veröffentlicht regelmäßig zu makroökonomischen Fragen. Er lebt in Osnabrück.

Dr. Dirk Ehnts ist Volkswirt und lehrt zurzeit an der TU Chemnitz. Forschungsschwerpunkt ist monetäre Makroökonomie. Er lebt in Berlin.

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um rechtzeitige Anmeldung per E-Mail an kontakt@freiburger-diskurse.de.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Essen und Getränke müssen bezahlt werden.