Sind wir im digitalen Zeitalter bald alle arbeitslos?

Ein Plädoyer für unflexible Arbeitsmärkte

14. Oktober 2021 | 19 Uhr: Vortrag mit anschließender Diskussion
Online-Veranstaltung

Glaubt man regelmäßig auftauchenden Meldungen, dann werden Roboter und künstliche Intelligenz die menschliche Arbeitskraft bald überflüssig machen. Solche Zukunftsszenarien kontrastieren eigentümlich mit der Realität. Die Produktivitätszuwächse der letzten Jahrzehnte sind eher niedrig, von einer Abschaffung der menschlichen Arbeit durch eine digitale Revolution kann nicht die Rede sein.

Prof. Alfred Kleinknecht forscht seit vielen Jahren zur Arbeitsproduktivität. Er hat empirische Untersuchungen zum Verhältnis von Produktivität und Arbeitsmärkten durchgeführt oder ausgewertet. Sein Fazit ist eindeutig: Nicht die Liberalisierung der Arbeitsmärkte in den letzten Jahren, sondern unflexible Arbeitsmärkte mit starken Gewerkschaften fördern die Produktivität einer Gesellschaft. Anstatt sich Sorgen über eine zu hohe Produktivität durch Roboter und andere Maschinen zu machen, sollten wir lieber durch rigide Arbeitsmärkte dafür Sorge tragen, dass die Produktivität steigt und alle etwas davon haben.

 

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Der Referent

Prof. Alfred Kleinknecht
ist Wirtschaftswissenschaftler und bekleidete nach Lehrtätigkeit an Universitäten in Maastricht und Amsterdam von 1997 bis zu seiner Emeritierung 2013 eine Professur an der TU Delft. Zeitweise war er einer der meistzitierten niederländischen Ökonomen.

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