BISHERIGE VERANSTALTUNGEN

Den Letzten beißen die Hunde!

Der Bund bestellt allzu oft bei den Kommunen, ohne zu zahlen. Das geht zu Lasten des Gemeinwesens.


22.April 2021 | 19 Uhr


Deutschlands föderale Struktur bedeutet viel Freiheit für die Länder und Kommunen. Aber was nützt die Freiheit, wenn das Geld fehlt? Der Bund sitzt auf den Geldtöpfen und reicht oft Aufgaben nach “unten”, ohne gleichzeitig den Scheck mitzugeben. Die Gemeinden müssen dann sehen, wie sie zurechtkommen.

Aber wie finanzieren sich Gemeinden in Deutschland eigentlich? Welche Unterstützung von Bund und Land brauchen sie? Was war früher richtig und ist heute Ballast für die Gemeinden? Was muss sich ändern? All diese Fragen sind nach Corona wichtiger denn je. Denn unsere Lebensqualität wird entscheidend von den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinden mitbestimmt.

Zusammen mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Freiburger Gemeinderat, Julia Söhne, hat Freiburger-Diskurse-Vorstand Heinrich Röder diese Fragen mit zwei Experten diskutiert: Dr. Günther Grunert, Fachmann für Staatsfinanzierung und Dr. Christian Person, einem Spezialisten für kommunale Finanzierung. Denn um ein vollständiges Bild zu bekommen, muss man nicht nur wissen, wie das Geld zu den Gemeinden kommt und welche Aufgaben sie damit bewältigen müssen. Wichtig ist auch zu verstehen, wie sich der Staat – konkret: der Bund – finanziert. Abschließend wurden Vorschläge entwickeln, wie man eine bessere finanzielle Ausstattung der Gemeinden erreichen kann und welche Aufgaben bei ihnen gut aufgehoben sind und welche nicht.

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MMT: Große Klappe, nichts dahinter?

Ein Streitgespräch über Modern Monetary Theory und ihren Beitrag zum Umgang mit Staatsschulden


4. März 2021 | 19 Uhr

Der Staat muss sich mächtig verschulden, um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Viele Menschen sind deshalb besorgt. Sie fürchten, dass es zur Inflation kommt und der Staat bald radikal sparen muss. Die Modern Monetary Theory (MMT) behauptet dagegen, es drohe weder eine Inflation noch müssten Ausgaben gekürzt oder Steuern erhöht werden. Auch bräuchten nachfolgende Generationen nicht „unsere“ Schulden ausbaden. Denn im Zweifel werden die Staatsschulden laut MMT von der Zentralbank übernommen, ohne dass es je zu einer Rückzahlung der Schulden kommen muss – zum Schaden von niemand.

Die meisten Ökonomen sind allerdings skeptisch. Zu den Kritikern der MMT gehören Prof. Hanno Beck und Prof. Aloys Prinz. Im Streitgespräch mit ihnen und den der MMT nahestehenden Ökonomen Dr. Michael Paetz und Dr. Paul Steinhardt haben wir versucht herauszufinden, inwieweit die "moderne Geldtheorie" Neues und Nützliches zu bieten hat oder ob die MMT-Vertreter den Mund zu voll nehmen.

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Es ist Krise! Was machen wir bloß mit den Löhnen?

Ein Gespräch über das süße Gift der niedrigen Löhne


28. Januar 2021 | 19 Uhr
 

In Krisenzeiten muss jeder seine Groschen zusammenhalten. Der Gürtel wird enger geschnallt, um für noch Schlimmeres gewappnet zu sein. Arbeitnehmer (m/w/d) müssen auch ihren Beitrag leisten. Löhne sollten deswegen am besten gar nicht steigen oder gar sinken, bis bessere Zeiten kommen.

Dies ist eine weit verbreitete Sicht der Dinge. Die Volkswirtin Friederike Spiecker sieht das anders. Sie pocht darauf, dass wir gerade in der Krise gute Löhne brauchen. Gute Löhne sind nicht nur ärgerliche Kosten, sondern erzeugen auch Nachfrage.

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Bald alles kalt und dunkel hier? Streitgespräch über die Machbarkeit der Energiewende


Vorträge mit anschließender Podiumsdiskussion


1. Dezember 2020 | 19 Uhr

Es gibt Tage ohne Wind und Sonne. Wo kommt dann der Strom her, wenn einmal alle Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet sind? Die Frage der Versorgungssicherheit bewegt viele Menschen und wird häufig gegen eine schnelle Umsetzung der Energiewende ins Feld geführt. Gemeinsam mit Prof. Hans-Martin Henning und Prof. Friedrich Wagner haben wir diskutiert, wo die Energiewende derzeit steht und ob das Argument sticht.

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Hier finden Sie die Vortragsfolien zum EInführungsvortrag von Prof. Hans-Martin Henning, hier die Folien seines Impulsvortrags.

Hier finden Sie die Vortragsfolien von Prof. Friedrich Wagner.
 


Trump reloaded!? Warum Menschen einen Mann wählen, der ihren Interessen schadet.


Vorträge und Diskussion mit Ariane Hegewisch und Prof. Christian Weller

27. Oktober 2020 | 19 Uhr

Donald Trump wäre um ein Haar wiedergewählt worden. Eine Ursache seines ersten Wahlerfolgs war die zunehmend unsichere wirtschaftliche Situation vieler amerikanischer Familien. Sie hätten ihm auch zu einer zweiten Amtszeit verhelfen können – und das, obwohl viele seiner wirtschaftspolitischen Maßnahmen sowohl unpopulär als auch für seine Stammwähler finanziell schmerzhaft sind. Gemeinsam mit Ariane Hegewisch vom Institute for Women’s Policy Research in Washington und Prof. Christan Weller von der University of Massachusetts in Boston haben wir am 27. Oktober 2020 unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung der USA in den vergangenen 20 Jahren diskutiert, wie es zum Aufstieg von Trump kommen konnte, mit welcher Strategie die Demokraten eine Wiederwahl von Trump zu verhindern suchen und welche Rolle die Frauen bei der kommenden Präsidentschaftswahlen spielen.

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Hier finden Sie die Vortragsfolien von Ariane Hegewisch

Hier finden Sie die Vortragsfolien von Prof. Christan Weller


Deutschland ist Exportweltmeister - Ist dies besonders dumm oder besonders klug?


Vortrag von Prof. Andreas Nölke mit anschließender Podiumsdiskussion

8. Oktober 2020 | 19 Uhr

Deutschland ist Exportweltmeister, insbesondere seit der Einführung des Euros. 2019 haben wir zum vierten Mal in Folge den weltweit größten Überschuss in der Leistungsbilanz erzielt. Was wie ein furioser Erfolg klingt, dem alle nacheifern sollten, ist möglicherweise der Sargnagel vieler anderer europäischer Volkswirtschaften und auch für Deutschland selbst kein wirtschaftlich nachhaltiges Konzept. Diese These hat der der Politikwissenschaftler Prof. Andreas Nölke in seinem Vortrag vorgestellt und mit Dr. Beate Scheidt (IG Metall), Jendrik Scholz (DGB) und  Dr. Michael Stahl (Arbeitgeberverband Gesamtmetall e.V.) diskutiert.

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Hier finden Sie die Vortragsfolien von Prof. Andreas Nölke (Universität Frankfurt)
Hier finden Sie die Vortragsfolien von Jendrik Scholz (DGB)

 


Makroskop-Webinar: Der Recovery Fund der Europäischen Union: Ein Durchbruch?


Eine Diskussion mit  Prof. Dr. Martin Höpner, moderiert von Dr. Paul Steinhardt

6. August 2020 | 18.30 Uhr

Mit den Beschlüssen des Gipfels vom 17. - 21. Juli 2020 haben die europäischen Staats- und Regierungschefs erstmals den Weg für eine gemeinsame Schuldenaufnahme auf EU-Ebene freigemacht. Von einigen als Durchbruch einer europäischen Fiskalpolitik gefeiert, bleibt der Wiederaufbaufonds nach der Einschätzung anderer im Fahrwasser das Altbekannten: zu spät, zu wenig. Was ist von den Entwicklungen zu halten? Das wurde am 6. August 2020 auf Einladung des Online-Wirtschaftsmagazins Makroskop in einer virtuellen Runde diskutiert. Prof. Dr. Martin Höpner, Autor bei Makroskop, startete mit einem Impulsvortrag. Zwei Diskussionsforen zu den ökonomische und politischen Implikationen des Recovery Funds schlossen sich an. Moderiert wurde die Runde von Dr. Paul Steinhardt, Chefredakteur von Makroskop.

 


Webinar: Merkel und Macron - Neue Liebe in Zeiten von Corona!

Ein Streitgespräch zwischen Peter Wahl und Dr. Eileen Keller, moderiert von Dr. Marcus Obrecht

21. Juli 2020 | 19.30 Uhr


Deutschland und Frankreich gehen in Zeiten von Corona aufeinander zu und suchen gemeinsame Wege aus der Pandemiekrise. Passiert nun, worauf viele in Europa schon lange warten -  nämlich, dass beide Länder stärker zusammenarbeiten und wieder zum Motor der Europäischen Union werden? Oder sind die Zeiten vorbei, in denen im Sinne klassischer Hierarchien einer voranschreitet und die anderen folgen? Und was wird darüber aus der Europäischen Union? Wird es über kurz oder lang die Vereinigten Staaten von Europa geben oder ist dieses Ziel gar kein wünschenswertes? In unserem Streitspräch kommen Dr. Eileen Keller vom Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg und dem Attac-Mitgründer und Frankreichexperten Peter Wahl zu unterschiedlichen Einschätzungen.

In Kooperation mit dem Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg.

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Webinar: Vom Kranksein und Gesundwerden.

Ein Gespräch mit Hartmut Reiners und Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer

17. Juli 2020 | 19.30 Uhr


Unser Gesundheitssystem ist immerfort Gegenstand von Reformen und immer geht es ums Geld. Zusammen mit dem Der Gesundheitsökonomen Hartmut Reiners und dem Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer sind wir der Frage nachgegangen, welche Besonderheiten das Gesundeitswesen in Deutschland ausmachen, wie es finanziert wird und wie man es gerechter machen könnte.  

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Webinar: Kommt nach der Pandemie die Staatsschuldenkrise? Staatsfinanzierung verstehen lernen.

Ein Gespräch mit Dr. Michael Paetz und Dr. Paul Steinhardt, moderiert von Jan Ludwig


2. Juli 2020 | 19.30 Uhr 


Die Staaten der Welt bringen viel Geld unter die Menschen, um die wirtschaftlichen Folgen von Corona zu mildern. Neben dem aktuellen Streit, wie, wieviel und wofür der Staat Geld ausgeben soll, drängt sich die Frage in den Vordergrund, wann und wie wir denn diese gigantischen zusätzlichen Schulden zurückzahlen.
Die provokative Antwort der Modern Monetary Theory (MMT) ist: Staatsschulden müssen oder sollten nie zurückgeführt werden – es sei denn, man muss eine zu stark boomende Wirtschaft vor einem Inflationsschub bewahren. Ziel des Webinars war es, möglichst vielen das Thema verständlich zu machen. Wir haben hierfür ein Dialog-Format gewählt, in dem der Freiburger Fernsehjournalist Jan Ludwig im Gespräch mit den MMT-Experten Dr. Michael Paetz und Dr. Paul Steinhardt zum Beispiel klärte, wie gefährlich Staatsschulden sind, ob die schwarze Null ein sinnvolles Ziel der Politik sein kann und woher eigentlich das ganze Geld kommt.

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Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wesentlichen im Webinar diskutierten Punkte.



25. / 26. Oktober  2019


Friederike Spiecker | Prof. Bernhard Neumärker

Bedingungsloses Grundeinkommen

Rettungsanker oder Sargnagel des Sozialsystems?

Völlig frei zu sein in der Entscheidung, ob und was man arbeiten will – eine verlockende Perspektive, die hierzulande seit rund 15 Jahren unter dem Stichwort „bedingungsloses Grundeinkommen“ diskutiert wird. Einen Abend und einen Vormittag lang diskutierten die die beiden Ökonomen Friederike Spiecker und Prof. Bernhard Neumärker engagiert untereinander und mit den Publikum über Sinn und Unsinn dieser Idee. Hier  finden Sie die Pressemitteilung, die einige der im Streitgespräch und Vertiefungsseminar diskutierten Punkte zusammenfasst.



6. Juli 2019


Dr. Dirk Ehnts | Dr. Günther Grunert | Prof. Dr. Oliver Landmann | Dr. Michael Paetz

Die Sehnsucht nach der schwarzen Null

Wieviel Vernunft steckt im staatlichen Sparen und wieviel in einem italienischenPopulisten?

Mit der Schuldenbremse wurde die schwarze Null zur Staatsräson – zu Unrecht, wie viele Öko-nomen finden. Vier davon haben auf Einladung des Vereins Freiburger Diskurse am vergangenen Samstag mit knapp 80 Teilnehmern über Staatsschulden diskutiert. Dabei wurde klar, dass manch lieb gewonnene Überzeugung auf Mythen basiert und die Politik mit der schwarzen Null unsere Zukunft riskiert. Hier  finden Sie die Pressemitteilung, die wichtigsten an diesem Tag diskutierten Themen vorstellt und zusammenfasst.



16. Mai 2019


Prof. Dr. Martin Höpner | Dr. Paul Steinhardt

Europa? Verwirrt!

So viel Nationalismus und Europabegeisterung zugleich. Geht es um Geld oder um Liebe?

Europa bewegt die Menschen: Rund 350 Zuhörer kamen am 16. Mai auf Einladung von Freiburger Diskurse e. V. in die Universität Freiburg, um sich über die wirtschaftlichen Gründe für wachsende soziale Spannungen und das Erstarken des Populismus in manchen Ländern der Europäischen Union zu informieren. Hier finden Sie die Pressemitteilungen mit einer Zusammenfassung des Vortragabends.



13. April 2019


Hartmut Reiners | Prof. Dr. Jörg Schoder

Wie erreichen wir eine sichere und ausreichende Rente­?

Private und staatliche Altersversorgung im Widerstreit

Das deutsche Rentensystem hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Änderungen erfahren. Wohin die Reise zukünftig gehen sollte, wurde am 13. April auf einem kontrovers angelegten Tagesseminar von Freiburger Diskurse e. V. von rund 50 Interessierten lebhaft diskutiert. Hier finden Sie die Pressemitteilung, die die wesentliche Erkentnisse aus dem Seminar zusammenfasst.
 



13. September 2018


Prof. Dr. Heiner Flassbeck | Dr. Paul Steinhardt

Gescheiterte Globalisierung

Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates

Die Resonanz auf die erste Veranstaltung von Freiburger Diskurse e. V. war überwältigend: Über 500 Interessierte verfolgten in dem bis zum letzten Platz besetzten Hörsaal den Vortrag der beiden Wirtschaftswissenschafter Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt, die auf Einladung des Vereins nach Freiburg gekommen waren, um die Thesen ihres neues Buch "Gescheiterte Globalisierung" vorzustellen. Hier finden Sie Pressemitteilung, die die wichtigsten Punkte des Vortrags zusammenfasst.